Schauen Sie sich dieses Bewerbungsschreiben in Form eines Videos an. Es ist fantastisch. Ich hätte Rachel Hattam, die Bewerberin, sofort eingestellt – und die meisten anderen sicherlich auch. Es ist ein schönes Beispiel dafür, was man mit den technischen Mitteln, über die jeder heute mit seinem Smartphone verfügt, Großartiges vollbringen kann. Wir müssen den Kopf anschalten, um Neues zu schaffen.*

 

Dieses Video erinnert mich an eine Praktikumsbewerbung von mir.

Während meines Studium – Anfang der 90er Jahre wollte ich unbedingt bei Lufthansa ein Praktikum machen. Zwei Mal wurde meine Bewerbung abgelehnt (weil Kindern von Mitarbeitern und Kunden der Vorzug gegeben wurde). Eine dritte Absage wollte ich nicht riskieren. Zu verlieren hatte ich auch nichts mehr. So habe ich eine Bewerbung in Form eines Comics abgegeben. Zeichnen konnte ich nicht und die Software auf den wenigen PCs, die es damals gab, beschränkte sich auf Harvard Graphics und Lotus 1-2-3. Das Grafik-Füllhorn Internet gab es ebenfalls noch nicht.

Ich nahm also die mir verfügbaren „Comics“ zur Hand: Loriot, Asterix usw. Daraus kopierte ich ein paar Bilder, skalierte sie, schnitt sie aus, klebte, malte dazu und kopierte wieder. Dann stand ein Lebenslauf in Comicform. Den sendete ich zur Lufthansa.

Von Lufthansa kam dann tatsächlich eine Zusage. Am ersten Tag des Praktikums – es war ein lauwarmer Sommertag auf der Basis des Unternehmens am Frankfurter Flughafen – hieß es, ich solle mich zuerst in der Personalabteilung melden. Ich suchte das Gebäude, fuhr mit dem Aufzug in den sechsten Stock und fragte mich durch. „Sie sind das also! Sie wollten wir kennen lernen!“ schalte es durch das Großraumbüro. Mit der Comicbewerbung hatte ich die Neugier der Personalabteilung entfacht und mich für die Praktikumsstelle qualifiziert.

So verbrachte ich tolle Wochen im Controlling des Bereichs Passage und lernte, wie die Deckungsbeitragsrechnung und SAP/R2 bei Lufthansa funktioniert. Es war das beste Praktikum während meines Studiums.

 

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*Den Kopf anschalten, um Neues zu schaffen

Das ist wie bei Präsentationen. Wie läuft das in vielen Fällen. Sie müssen eine Präsentation halten und nehmen den Foliensatz, der gerade aktuell ist. Sie suchen sich die Folien heraus, die Sie benötigen und fügen vielleicht die ein oder andere noch hinzu. Heraus kommt in der Regel eine langweilige und un-inspirierende Präsentation.

Ich empfehle folgenden Ansatz: Nehmen Sie einen Stift und ein Blatt Papier und beantworten diese drei Fragen ….

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